Vor gut zwei Wochen verlor ein träger FCB zuhause gegen Vaduz. Jetzt reist er mit einem ganz anderen Gesicht nach Liechtenstein und will seinen Lauf fortsetzen.

Es war das letzte Spiel mit Ciriaco Sforza an der Seitenlinie und auch die letzte Niederlage: Vor gut zwei Wochen am Ostermontag, 5. April 2021, besiegte der FC Vaduz den FC Basel mit 1:2 im St. Jakob-Park, dank eines Treffers kurz vor Schluss. 

Seither ist viel passiert am Rheinknie. Patrick Rahmen löste Ciriaco Sforza als Trainer ab und änderte einige Dinge. Der FCB liess keine Punkte mehr liegen und zeigte beim 5:0-Sieg gegen Servette wieder Spielfreude, Dominanz und Stabilität.

Breitere Brust

Der klare und souveräne Heimsieg half dem Team von Patrick Rahmen vor allem auch auf mentaler Ebene. «Die Mannschaft sah, dass sie 90 Minuten durchhalten kann. Das es eben kein physisches, sondern ein Kopfproblem war, dass man ein paar Mal in der zweiten Halbzeit Phasen hatte, in denen man das Spiel aus der Hand gab», sagte Interimstrainer Patrick Rahmen an der Vorschau-Medienkonferenz am Dienstag.

Der FCB entwickelt sich Schritt für Schritt in eine gute Richtung und reist deshalb mit neuem Selbstvertrauen nach Liechtenstein. «Ich glaube, gegen Servette sah man, dass auch die spielerischen Elemente wieder noch mehr zum Tragen kamen als vielleicht in Luzern. Dort war es vor allem die halbe Stunde vor der Halbzeit. Nun wollen wir diesen Aufwand noch weiter betreiben, damit wir mit diesem Gefühl auch die Basis haben, um guten Fussball zu spielen», erklärte Patrick Rahmen weiter.

Bilanz verbessern

Obwohl es die Basler heute mit dem Aufsteiger zu tun bekommen, ist sich der 52-jährige Basler sicher, dass auf seine Mannschaft ein sehr schwieriges Spiel zukommen wird. Der FC Vaduz konnte in diesem Jahr meist überzeugen und den letzten Platz an Sion abgeben. Vor allem aber nach stehenden Bällen sind die Liechtensteiner brandgefährlich.

«Ich glaube, jeder Trainer spricht diese Stärke von Vaduz an. Das ist nicht seit Wochen, sondern seit Monaten so. Eigentlich schon seit drei Jahren. Ich erlebte schon in Aarau, als wir gegen sie spielten, dass es eine explizite Stärke von ihnen ist. Und trotzdem fällt es immer wieder auf, dass Spieler völlig ungedeckt zum Abschluss kommen. Wir wollen jetzt beweisen, dass wir alle, die von ihnen nach vorne kommen, im Griff haben», antwortete Patrick Rahmen, als er auf die Standartstärke der Liechtensteiner angesprochen wurde.

Der Matchplan steht also. Im Moment ist die Bilanz der Direktbegegnungen gegen den Aufsteiger in dieser Saison ausgeglichen. Mit einem Sieg könnte aber nicht nur die negative Bilanz verbessert werden. Der FCB würde das allererste Mal in der schon lange laufenden Saison drei Ligaspiele in Serie gewinnen.

Das Spiel zwischen dem FCB und dem FC Vaduz wird am Mittwochabend um 20:30 Uhr in Liechtenstein angepfiffen. Ab dann sind Sie mit unserem Live-Ticker auf telebasel.ch oder in der App mit dabei.

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