
Der FC Basel verliert seinen Abwehrchef: Adrian Barisic fehlt mehrere Wochen
Dieser Artikel wurde von BZ publiziert.
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Der FC Basel verliert seinen Abwehrchef: Adrian Barisic fehlt mehrere Wochen
Kapitaler Ausfall in kapitaler Phase: Der FC Basel vermeldet eine mehrwöchige Wettkampfpause von Adrian Barisic. Damit fehlt den Baslern in entscheidenden Partien ihr Abwehrchef. Trainer Fabio Celestini muss improvisieren.
Dauerläufer und Abwehrchef: Nur ein einziges Spiel verpasste Adrian Barisic in dieser Saison in der Liga – als er gesperrt war.
Es sind kapitale Wochen, die der FC Basel vor der Brust hat: Die fünf finalen Partien der Regular Season stehen an, im Anschluss folgt der Cup-Halbfinal gegen Lausanne am letzten April-Wochenende. Und danach warten erst jene Duelle, die über Meisterträume und Europacup-Plätze entscheiden.
Ausgerechnet für diese Crunchtime – oder wie es FCB-Trainer Fabio Celestini zu nennen pflegt: Money Time – wird den Baslern einer ihrer wichtigsten Spieler fehlen: Adrian Barisic. Der Abwehrchef fällt verletzungsbedingt mehrere Wochen aus. Eine strukturelle Muskelverletzung an der Oberschenkelrückseite zwingt den 23-Jährigen zum Zuschauen, wie der FCB am Freitag meldet. Dies haben medizinische Untersuchungen ergeben, denen sich Barisic nach seiner Rückkehr von der Nationalmannschaft Bosnien-Herzegowinas unterzogen hat.
Im Rahmen der Landesauswahl stand Barisic bei den beiden Siegen in der WM-Qualifikation gegen Rumänien und Zypern jeweils in der Startelf, gegen die Zyprioten wurde er nach 72 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt. «Es sind frustrierende Neuigkeiten, aber ich werde so schnell wie möglich zurück sein», schrieb Barisic am Freitag auf Instagram zu seinem Ausfall.
Zwei Siege und eine Verletzung nimmt Adrian Barisic (hier im Spiel gegen Zypern) aus der Nationalmannschaftspause mit nach Basel.
Für den FCB ist dieser kapital. In einer Vierer-Abwehr, die jüngst diversen Wechseln unterzogen wurde, war Barisic mit Linksverteidiger Dominik Schmid die Konstante. Mit Ausnahme einer Partie gegen Lausanne-Sport, welche Barisic gelbgesperrt verpasste, spielte er immer. Und unabhängig davon, ob der Partner an seiner Seite Jonas Adjetey oder zuletzt Finn van Breemen hiess: Barisic lieferte ab.
Jetzt fällt mit ihm der Spieler aus, der die Abwehr zusammenhielt. Sowohl van Breemen in den jüngsten Partien als auch Adjetey davor waren nicht frei von Wacklern. Nun dürften die beiden Unsicherheitsfaktoren in den kapitalen anstehenden Wochen das Duo in der Innenverteidigung bilden. Und das ausgerechnet nach einer Phase des FC Basel, die als schwächste in dieser Saison gewertet werden muss. Aus den vergangenen sechs Spielen sammelte der FCB nur gerade sechs Punkte. Er schenkte die Leaderposition genau so her wie das Momentum. Ausgerechnet jetzt ist Celestini zum Improvisieren gezwungen.
Adrian Barisic hat aktuell wenig Grund zur Freude. Der FCB befindet sich in der schwächsten Saisonphase – und ausgerechnet jetzt fällt er als Abwehrchef aus.
Bekommt Vouilloz nun wieder ein Aufgebot?
Als weitere Option hat der Trainer nur noch Nicolas Vouilloz, er ist der einzige verbleibende nominelle Innenverteidiger im Kader der Basler. Mit Arnau Comas wurde der fünfte Innenverteidiger im Januar zwecks Spielpraxis nach Spanien zum SD Eibar ausgeliehen.
Doch der 23-jährige Vouilloz ist wie Taulant Xhaka ausser Rang und Traktanden gefallen. In diesem Jahr gehörte Vouilloz nur zwei Mal zum Kader und blieb dabei ohne Einsatz. Die restlichen Partien verbrachte er auf der Tribüne.
Seine letzten Minuten sammelte er Anfang Dezember im Cup-Achtelfinal gegen Sion, in welchem er jedoch eine desolate Leistung zeigte. In der Liga datiert sein bis dato letzter Einsatz von Ende November. Eine Reaktivierung des Aussortierten scheint daher eher unwahrscheinlich, möglich aber, dass er zur Sicherheit zumindest auf der Bank sitzen wird.
Gegen Winterthur am Sonntag (14.15 Uhr) dürfte wohl aber kein Vorbeikommen am Duo Adjetey/van Breemen sein. Auch wenn deren letzter gemeinsamer Auftritt – im Cup gegen Étoile Carouge – auch nicht unbedingt überzeugend war.
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