Der FC Basel beschliesst am Tag vor Heiligabend die Hinrunde beim FC Luzern. Ciriaco Sforza blickt auf seine ersten vier Monate als Trainer zurück.

Vier Monate ist Ciriaco Sforza bereits im Amt als Trainer des FC Basel. Zum Abschluss der Hinrunde bemüht sich der Aargauer, ein Fazit zu ziehen. Eines über eine bislang chaotische und aufgrund Corona einzigartige Spielzeit. «Es wäre kein faires Fazit. Es ist eine Saison, die man nicht unterschätzen darf. Mit all dem, was passiert ist und wie sich das Jahr entwickelt hat», so Sforza.

Eine Frage der Tagesform

Eine Beurteilung in Noten fände der FCB-Trainer unangebracht. «Damit hätte ich Mühe. Es gibt Sachen, die man richtig analysieren muss. Es gibt Potenzial nach oben. Wir wollten vorne mitspielen. Aber sind momentan in einigen Punkte so, die wir uns nicht so erhofft hatten», meint Ciriaco Sforza.

Das spiegelt sich auch so in der gesamten Schweizer Liga wieder: Zwei Punkte trennen den Zweitplatzierten vom viertletzten Rang. Auch da kommen laut Ciriaco Sforza die Pandemie-Massnahmen ins Spiel. «Wie es momentan läuft, entscheidet die Tagesform. Du kannst auch gegen Vaduz Probleme kriegen. Jedes Spiel hat einen anderen Verlauf. Das hat klar damit zu tun», so der FCB-Trainer, der dementsprechend eine interessante Rückrunde erwartet.

Die Handschrift Sforzas: Sie ist nur phasenweise ersichtlich. Nach einer gesamten Hinrunde hätte man mehr erwarten können. Dennoch muss man auch die Umstände beachten: Immer wieder betont der FCB-Trainer, dass er keine Vorbereitung mit der Mannschaft bestreiten konnte. Das der Übergang von letzter Saison zur aktuellen Saison beinahe flüssig war. Dass er seit dem ersten Spiel um die Teilnahme in Europa kämpfen musste. Dass er von Beginn weg auf die Rückkehr von Leistungsträgern aus ihren Verletzungen oder aus der Quarantäne warten musste. «Es ist schwierig für mich. Ich konnte die Mannschaft nie richtig formen», so Ciriaco Sforza.

Ausdauer im Fokus

Zeit dafür wird Ciriaco Sforza nach der Winterpause erhalten. Dann hat der FCB-Trainer rund drei Wochen Zeit, die Hebel beim Team anzusetzen. Da soll unter anderem dafür gesorgt werden, dass den Spielern die Luft nicht zu früh ausgeht im Frühling. «Ausdauer konnten wir Anfang Saison nicht machen. Nun können wir rund zehn Tage in diese Richtung arbeiten. Das ist für jeden einzelnen Spieler wichtig. Da spreche ich aus Erfahrung», so Sforza.

Die rotblauen Batterien scheinen leer. Im Kopf wie in den Beinen. Noch 90 Minuten trennt die Kicker von der nötigen Erholung und damit der Winterpause. Ob die Kraft noch reicht für das heikle Auswärtsspiel in Luzern?

Verfolgen Sie das Spiel FC Luzern vs. FC Basel am Mittwoch, 23. Dezember 2020, ab 18:15 im Live-Ticker auf telebasel.ch und in der App.

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