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Die letzten acht FCB-Jahre im Rückblick

Von Burgeners Plänen über Degens Rettung bis zu Shaqiris Versprechen

Bernhard Burgener und David Degen bei einer Medienkonferenz des FC Basel, mit Mikrofonen und einem Fussball auf dem Tisch.
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In Kürze:

  • Acht Jahre sind seit dem letzten Meistertitel des FC Basel vergangen. In dieser Zeit ist rund um den Club viel passiert.
  • Unter Präsident Bernhard Burgener begann der sportliche und finanzielle Abstieg des Clubs. Die Phase war von viel Unruhe begleitet.
  • Im Mai 2021 übernahm David Degen den Club – in einem dramatischen Machtkampf, den der ehemalige Spieler am Ende mit juristischen Mitteln gewann.
  • Nach anfänglichem Misserfolg steht der Club nun wieder an der nationalen Spitze – auch dank der Rückkehr von Xherdan Shaqiri.

Das Ende einer goldenen Ära für den FC Basel

Das ist er also, der neue FC Basel. Bernhard Burgener steht auf der grossen Bühne der St. Jakobshalle, neben ihm Marco Streller, Alex Frei und Massimo Ceccaroni, hinter ihm das Konzept, das den Club in die Zukunft führen soll. «Für immer Rot-Blau», so heisst es.

Die ausserordentliche Mitgliederversammlung am 7. April 2017 markiert das Ende der erfolgreichsten Ära der Clubgeschichte: Nach acht Meistertiteln in Serie, magischen Nächten in der Königsklasse und einem erwirtschafteten Umsatz von weit über 100 Millionen Schweizer Franken ist es Zeit.

Die Führung um Präsident Bernhard Heusler tritt ab und legt ihr goldenes Erbe in die Hände des bis dahin wenig bekannten Medienunternehmers Bernhard Burgener. «Schade», denken sich viele Fans, «aber was soll schon passieren?»

Vier Männer bei der Mitgliederversammlung des FC Basel am 07.04.2017, darunter Massimo Ceccaroni, Bernhard Burgener, Marco Streller und Alex Frei, vor dem Schriftzug ’Sali zämme.’

Burgener will die Verbindung zur Region stärken, Spieler aus dem eigenen Nachwuchs integrieren, internationale Talente verpflichten und – na klar – erfolgreich bleiben. Mit Streller, Frei und Ceccaroni als Verwaltungsräte der AG sowie Streller als seinem neuen Sportchef.

1986 der 2389 anwesenden Clubmitglieder stimmen der Übergabe zu, es gibt nur 174 Gegenstimmen. Kein Wunder also, dass zwei zentrale Aussagen an diesem Abend in der allgemeinen Vorfreude untergehen. Dabei werden sie die folgenden Jahre noch wichtig werden.

Streller sagt: «Wir haben 17 Punkte Vorsprung vor YB. Da ist Raum, um etwas zu probieren.» Und Burgener legt bei seiner Vorstellung viel Wert darauf, dass er ein «Unternehmer» ist und «kein Mäzen». Er macht klar: Wenn der FCB erfolgreich wirtschaftet, will er sich Dividenden auszahlen.

Bis zu den ersten Irritationen dauert es nicht lange: Bei der ordentlichen GV wird der ehemalige Fifa-Angestellte Jean-Paul Brigger von den Mitgliedern nicht in den Vereinsvorstand gewählt. Es ist der erste kleine Vorbote einer turbulenten Zeit.

Der FC Basel wird von den Young Boys überholt

20 Minuten sind gespielt zwischen dem FCB und Benfica Lissabon, als sich Dimitri Oberlin auf den Weg macht. Im eigenen Strafraum klärt er eine Ecke, sprintet los und erzielt ein paar Sekunden später am anderen Ende des Platzes das 2:0. In den Tagen danach geht sein Sprint um die Welt.

Die Basler gewinnen 5:0, es ist die erste Sternstunde des neuen FCB in der Champions League. Raphael Wickys Umschaltfussball passt perfekt für den Wettbewerb, die Basler schlagen ein paar Wochen später Manchester United und scheitern erst im Achtelfinal an Manchester City. An Urs Fischer denkt in diesen Momenten niemand mehr.

Dass der FCB mit zwei Punkten Rückstand in der Tabelle auf die Young Boys in die Winterpause geht? Halb so wild. Erst recht, als der Club die Rückkehr von Valentin Stocker und Fabian Frei kommuniziert. Doch dann kommt alles ganz anders …

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15 Punkte beträgt der Rückstand auf YB am Ende der Saison. Die Berner werden zum ersten Mal seit 32 Jahren wieder Schweizer Meister, und der FCB muss konsterniert zusehen, wie der angeblich riesige Vorsprung sich in Rekordzeit in einen gewaltigen Rückstand wandelt.

Im Sommer 2018 verliert der FCB auf dem Weg in die Champions League gegen Paok Saloniki, trennt sich von Wicky, verpasst die Königsklasse, verpflichtet Marcel Koller und verspielt mit ihm den Einzug in die Europa League. Zum ersten Mal seit 14 Jahren ist man nicht in einer internationalen Gruppenphase mit dabei.

Und als hätte es noch einen weiteren Hinweis gebraucht, dass die Basler abgehängt worden sind, folgt am 23. September der endgültige Beweis: Mit 1:7 geht das Team gegen YB unter. «Ein Club zeigt Zerfallserscheinungen», steht am nächsten Morgen in der «Basler Zeitung».

Der Streit zwischen Marco Streller und Bernhard Burgener

Es geht jetzt ganz schnell: Die Zuschauerzahlen der Basler fallen, zum ersten Mal werden sie auch in dieser Hinsicht von den Bernern überholt. Und der Erfolg im Schweizer Cup gegen den FC Thun im Mai 2019 kann nicht vertuschen, dass der Club hinter den Kulissen zerfällt.

Im Sommer kommt es zum Machtkampf zwischen Burgener und Streller: Der Sportchef will sich von Koller trennen und diesen durch Patrick Rahmen ersetzen. Burgener stimmt zu, Koller wird mündlich über seine Entlassung informiert – doch der FCB-Präsident ändert plötzlich seine Meinung.

Das beispiellose Hickhack endet damit, dass Koller bleibt und Streller geht. «Es sind Dinge passiert, die ich so nicht akzeptieren kann», sagt er später. Was aber nichts daran ändert, dass seine Bilanz als Sportchef mager ist: Streller trifft zu viele falsche Entscheidungen.

Die Fans fordern den Rücktritt von Bernhard Burgener

Es dauert ziemlich genau drei Jahre, bis die Fans des FC Basel zu dem Schluss kommen: So geht es nicht weiter! Im Juni 2020 veröffentlicht die organisierte Szene der Muttenzerkurve einen Text mit dem Titel «Zit zum Goo!».

Es ist eine detaillierte Auflistung aller Fehlleistungen: Die Misswirtschaft, die schon Ende 2019 fast alle Reserven der Heusler-Heitz-Ära aufgebraucht hatte. Die Beschleunigung dieser Entwicklung durch die Pandemie. Die mangelnde Kommunikation, das schwindende Vertrauen, die Intransparenz, die ewige Schönfärberei.

Die Basler Fans fordern «die komplette Führung dazu auf, aus allen Verantwortungspositionen zurückzutreten». Es ist ein brachialer Schritt, aber für viele die einzige Lösung, den schon längst kaputten Club noch irgendwie zu retten.

Protestierende Fans des FC Basel verlassen das Stadion während eines Super-League-Spiels gegen den FC St. Gallen am 09.02.2019, mit einem Banner im Vordergrund.

Auf dem Weg dahin hat der FCB seine Fans durch eSports-Pläne und das Indien-Projekt mit dem Chennai City FC irritiert. Durch den Rekordverlust von 20 Millionen Franken im Geschäftsjahr 2019 schockiert. Und auch sonst gibt es um den Club kaum noch positive Meldungen. Egal, wohin man blickt.

Entnervt von den internen Machtspielen und Hinhaltetaktiken kündigt Alex Frei seinen Rücktritt an. Ruedi Zbinden, der Nachfolger von Sportchef Streller, verkündet sein Ende eigenhändig in der «Basler Zeitung», und auch sonst ist die Fluktuation auf der Geschäftsstelle gewaltig.

Die Kritik fokussiert sich auf Burgener, der mit seinen Entscheidungen und öffentlichen Auftritten immer mehr Menschen ratlos zurücklässt. Aber auch Roland Heri, der im Januar 2019 zum Chief Executive Officer (CEO) aufsteigt und den Weg des Club erheblich mitbestimmt, verärgert die Fans.

Die symbolische Quittung erfolgt an der schriftlich abgehaltenen GV im November 2020: Nur 39 Prozent sprechen sich für Burgener als Präsident der AG aus, für Heri als Verwaltungsrat sind gar nur 26 Prozent. Es ist ein einmaliger Vorgang in der Geschichte des FCB – aber die Sorgen der Fans sind berechtigt.

Bernhard Burgener: Plan mit der «Dream & Vision AG»

Es gibt schon länger Gerüchte, dass Burgener auf der Suche nach Geld eine ausländische Investmentfirma namens «Centricus» an Bord holen will. Wer genau dahintersteckt oder was Burgeners Ideen sind, bleibt undurchsichtig. Doch in den letzten Monaten unter seiner Führung spitzt sich die Lage zu.

Mit «Yystoo für e FCB» formt sich ein breit abgestützter Widerstand, nach dem 2:6 gegen Winterthur im Cup und der Suspendierung von Valentin Stocker versammeln sich Tausende in der Stadt. Plötzlich geistern Namen wie «Basel Dream & Vision AG» durch die Medien, und die Fans geben gefrustet ihre Saisonkarten zurück.

Spätestens jetzt ist allen klar, dass es um die Zukunft des FC Basel geht – und dass es nur eine Person gibt, die den Verkauf des Clubs in fremde Hände verhindern kann.

David Degen rettet den FC Basel vor dem Verkauf

«Der FCB ist eine Institution. Es geht um die Sache! Triff die richtige Entscheidung! Auch für dich persönlich. Es ist Zeit. LG Dave» Mit diesen Worten endet der Text auf einer Karte, die David Degen Bernhard Burgener übergibt – und es im Anschluss auf seinem Instagram-Profil verbreitet.

Schon seit Wochen schwelt zu Beginn des Jahres 2021 ein öffentlicher Machtkampf zwischen Burgener und Degen, der im September 2019 zehn Prozent der Holding-Aktien erworben hat. Zudem ist ihm von Burgener ein Vorkaufsrecht eingeräumt worden.

Das ist jetzt der entscheidende Punkt. Burgener will die Mehrheit der Holding-Aktien an die «Basel Dream & Vision AG» verkaufen, über das Vehikel mit dem seltsamen Namen aber weiterhin die Kontrolle am Club halten. Es ist von Investitionen in Höhe von 200 Millionen die Rede. Für die Anhängerschaft ist klar, dass der Club auf diesem Weg früher oder später in fremde Hände übergeht.

David Degen gibt ein Interview mit Mikrofonen, während er ein Gebäude verlässt. Aufgenommen am Montag, 29. März 2021.

Mit seinem Vorkaufsrecht ist Degen die einzige Person, die das verhindern kann. Der ehemalige Spieler steigt in den Machtkampf ein, bringt die 16,4 Millionen Franken für den Aktienkauf auf, geht finanziell «all in» und hält den Club so am 29. März 2021 im letzten Moment in Basel.

In der Vorahnung, dass Burgener ihm die Aktien nicht übertragen werde, erwirken Degens Anwälte beim Zivilgericht Basel eine superprovisorische Verfügung, um die Übergabe an die «Basel Dream & Vision AG» zu blocken.

Es besteht nun eine Pattsituation – und man steuert auf einen Gerichtstermin am 11. Mai 2021 hin, in dem entschieden werden soll, ob die superprovisorische Verfügung Bestand hat. Doch so weit kommt es nicht. Denn inzwischen ist der 11. Mai bekannt als der Tag, an dem Degen den Club von Burgener übernimmt.

Burgener sieht keinen anderen Ausweg, als Degen den Club zu übergeben. Auch wenn er selbst das so nie ausspricht. Und auch Degen, der strahlende Retter, hält sich auf der Pressekonferenz zurück, was die Kritik an Burgener angeht. Doch vor dem Stadion, da feiern die FCB-Fans lautstark.

Trainerentlassung durch David Degen und «heilige Kühe»

Abpfiff. Die FCB-Fans werden leise, und aus dem Gästesektor bricht Jubel aus: Der FC Zürich wird im Joggeli Schweizer Meister. Es ist das letzte Kapitel der Saison 2021/22, die für den FCB gut beginnt, aber mit der Schmach endet, dass der grosse Rivale im St.-Jakob-Park feiert.

Im Sommer 2021 befördert Degen als eine seiner ersten Amtshandlungen Patrick Rahmen zum Cheftrainer. Unter ihm gelingt dem FCB der beste Saisonstart seit Jahren. Er gewinnt seine ersten drei Ligaspiele und qualifiziert sich für die Conference League.

Doch dann kommt der berühmte «Deadline Day».

Im Oktober scheitert das Team im Schweizer Cup an Étoile Carouge, die Entwicklung der Spieler stagniert, und immer öfter hört man, Degen sei unzufrieden mit Rahmen. Gewisse Fans hören das sogar von ihm selbst, wenn Degen in der Loge mal wieder zu laut und emotional flucht.

Patrick Rahmen und David Degen vom FC Basel gehen nach dem Training auf dem Fussballplatz in Basel.

Die Basler gehen trotzdem mit Rahmen ins neue Jahr – nur um den Trainer nach vier Pflichtspielen zu entlassen. Die Basler stehen auf Platz drei, der Rückstand auf den Leader FCZ beträgt zehn Punkte. In der Conference League steht man aber im Achtelfinal gegen Marseille.

Zum ersten Mal ist die Kritik an Degen gross. Viele FCB-Fans verstehen nicht, wieso Rahmen den FCB mitten in der Saison verlassen muss. Und all das wird begleitet von einer Unruhe auf der Geschäftsstelle, in der Degens steter Begleiter Dani Büchi analysiert, aufräumt und ausmistet.

Der Begriff «heilige Kühe» wird zu einem geflügelten Wort, weil der FCB auf der Suche nach Sparmöglichkeiten keine Rücksicht auf Befindlichkeiten nehmen kann – und will.

Der europäische Höhenflug des FC Basel

Das Joggeli ist endlich mal wieder ausverkauft. 36’000 Tickets sind für das Halbfinal-Rückspiel gegen die AC Fiorentina in der Conference League verkauft, kein einziger Platz ist mehr frei. Und die Vorfreude an diesem 18. Mai 2023 in Basel ist gewaltig.

Der FC Basel hat das Hinspiel in Florenz 2:1 gewonnen und steht nahe an der ersten Teilnahme eines Schweizer Vereins an einem Europacup-Final überhaupt. Tausende FCB-Fans marschieren zum Stadion, dort erwartet die Spieler eine ikonische Choreografie.

Es ist alles angerichtet für eine der magischen europäischen Nächte. Doch es kommt anders. Die Fiorentina spielt stark, führt nach 90 Minuten 2:1 – Verlängerung. Und in dieser folgt dann der Schock: Die Gäste erzielen in der 129. Minute den Siegtreffer und ziehen in den Final ein. Der Basler Traum von einem Endspiel ist geplatzt.

Fan-Choreografie im Stadion Basel mit buntem Banner und Schriftzug ’Beflügelt vom Traum’ beim UEFA Conference League-Spiel gegen ACF Fiorentina am 18. Mai 2023.

Doch schon vorher ist klar, dass die Europacup-Kampagne viele Missstände übertönt: Nachdem im Winter Heiko Vogel als Sportchef verpflichtet worden ist, entlässt dieser einen Monat später Cheftrainer Alex Frei – und übernimmt den Trainerposten gleich selbst.

Zwar führt er den FCB in einen europäischen Halbfinal, in der Super League erreicht man mit Platz 5 nur mit Mühe und Not die europäischen Plätze. Und weil Vogel wochenlang als Trainer arbeitet und weniger als Sportchef, kommt es zum denkwürdigen Transfersommer 2023.

Der FCB generiert durch die Verkäufe von Amdouni, Diouf, Ndoye, Burger, Calafiori und Pelmard zwar über 50 Millionen Franken Transfereinnahmen. Gleichzeitig werden aber auch 44 Kadermutationen vorgenommen. Im September, als die Saison längst läuft, hat der FCB eine fast komplett neue Mannschaft.

Was er da noch nicht hat, sind viele Punkte auf dem Konto. Doch geht es nach der Clubführung, wird sich das rasch ändern. Noch immer ist ein Platz in den Top 3 das Ziel.

Basel im Abstiegskampf und die «Horizon2026 AG»

Was ist schlimmer als ein gellendes Pfeifkonzert der eigenen Fans? Richtig: höhnischer Applaus der eigenen Fans für den Gegner. Genau das erleben die Spieler des FCB am 1. Oktober 2023, als sie im eigenen Stadion mit 0:3 gegen den Aufsteiger Stade Lausanne-Ouchy verlieren.

Nach acht Runden steht der FCB in der Super League mit fünf Zählern da. In der Qualifikation zur Conference League ist man an Kostanay gescheitert. Der Versuch mit Trainer Timo Schultz wird abgebrochen. Und jetzt steht schon wieder Heiko Vogel an der Seitenlinie.

Doch es dauert nicht lange, bis Vogel den Club verlassen muss. Nach nicht mal einem Jahr als Sportchef und Immer-wieder-mal-Trainer ist von seinem ehemals guten Ruf in Basel nichts mehr übrig. In den Augen vieler Fans hat sich der Deutsche durch diverse Auftritte und Aussagen unmöglich gemacht.

Nach null Siegen, null Punkten und null Treffern im Oktober – die Wahl zum Tor des Monats muss entfallen! –, verpflichtet der Club Fabio Celestini. Der Romand ist vereinslos und hat sich zuvor nur gerade sechs Spiele lang als Sion-Trainer gehalten. Wieder fragt man sich: «Kann das gut gehen?»

Aber Celestini schafft, was Vogel und Schultz nicht gelungen ist: Er stabilisiert das Team und führt es aus dem Abstiegskampf. Symbolisch ist Thierno Barry, der vom Pleiten-Pech-und-Pannen-Stürmer zu einem der besten Spieler der Liga wird. Zwar reicht es nicht mehr in die Meisterrunde, aber die Entwicklung stimmt.

Der FCB wäre jedoch nicht der FCB, wenn er nicht auch anders für Unruhe sorgen könnte. Und die hängt mit dem Namen «Horizon2026» zusammen. Mit dieser AG hat die Clubführung um David Degen Geld in den Club fliessen lassen, um ihn vor der Insolvenz zu bewahren. 

Aber warum ist das im Geheimen geschehen? Und warum gibt es diese anfängliche Klausel, dass Geld auch den umgekehrten Weg fliessen kann und die AG an übermässig hohen Transfergewinnen des Clubs partizipiert? Wollte man etwa Geld aus dem Club abfliessen lassen?

Nur widerwillig geben Degen und seine Mitstreiter Einsicht. Und erst auf Nachfrage erklären sie, dass über die «Intein AG» noch mehr Geld in den Club geflossen sei. Alles gut versteckt hinter undurchdringbaren Namen. Natürlich fühlen sich da viele Fans erinnert an die Burgener-Zeit.

An der GV im Mai 2024 erhält Degen einen Denkzettel: Für seine Wahl als Verwaltungsratspräsident der AG bekommt er nur 76,1 Prozent der Stimmen. Dies ist ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahr, als er noch mit 95,1 Prozent Zustimmung gewählt wurde.

Degen ist gefordert. Will er wieder mehr Rückhalt erlangen, muss er die richtigen Lehren ziehen. Und wie es nun mal so ist im Fussball: Der beste Weg ist sportlicher Erfolg. Diese Zeitung schreibt: «Die Besitzenden tun gut daran, die Entwicklung ernst zu nehmen.» Und das tun sie.

Xherdan Shaqiri hält Wort und bringt Basel den Titel

Die meisten Fans können es selbst dann noch nicht glauben, als Xherdan Shaqiri auf den Balkon der FCB-Geschäftsstelle tritt. «Ist das wahr?», fragen sich wohl viele, «kann das wirklich sein?» Und Shaqiri? Der redet bei seiner Vorstellung gleich von Kübel und Barfüsserplatz.

Der Absatz an verkauften Shaqiri-Trikots ist gewaltig, ebenso die mediale Aufmerksamkeit. Shaqiri erzählt, dass er manchmal nach Hause kommt und im Flur vor seiner Wohnung Kinder antrifft, die für ein Autogramm und ein Selfie warten. Die Euphorie ist grenzenlos.

Aber wird er die Erwartungen erfüllen? Ist er nach den erfolglosen Jahren in Chicago noch in Form? Kann er ein Team führen? Und wie reagiert er, wenn er mal auf der Bank sitzt? All diese Fragen werden am Ende umsonst gestellt, denn Shaqiri überrascht alle.

Ein paar Wochen braucht er, um fit zu werden und seine Rolle zu finden. Doch dann pflügt er durch die Liga und hat einen gewaltigen Anteil daran, dass der FCB zum ersten Mal seit 2017 wieder Meister wird. Er hält Wort, denn am 11. Mai 2025 steht er auf dem Barfüsserplatz.

Exakt vier Jahre nachdem David Degen den Club übernommen hat, steht der FC Basel wieder ganz oben – und findet eine achtjährige Periode der Dürre ihr Ende.

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Jedoch muss auch ohne Rotblaue Brille festgehalten werden, dass eine Rote Karte für dieses Einschreiten nicht fehl am Platz gewesen wäre.Die 90 MinutenDie beiden Teams begegnen sich von Anfang der Partie an auf Augenhöhe, wobei in der Startphase die etwas konkreteren Torchancen an den FC Kopenhagen gehen. Nach rund zehn Minuten ist es dann aber der FCB, der das Spiel vermehrt in die Hand nehmen kann und auch zu Möglichkeiten auf den ersten Treffer kommt. Wirklich Hochkarätiges ist aber nicht dabei. So gehen die Mannschaften mit einem 0:0 in die Halbzeit. Nach der Pause dauert es nicht einmal eine Minute bis Andreas Cornelius das Heimteam mit einem Kopfballtor in Führung bringt. In der Folge steckt der FCB nicht auf, erarbeitet sich in der 56. Minute durch Xherdan Shaqiri und in der 57. Minute durch Moritz Broschinski seine beiden besten Chancen der Partie. 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  • Die FCB-Spieler in der Einzelkritik: Traoré trifft das Tor wieder, Rüegg muss ins Einwurf-Training

    AboDie FCB-Spieler in der Einzelkritik – Traoré trifft das Tor wieder, Rüegg muss ins Einwurf-TrainingBeim 1:1 des FC Basel in Luzern erzielt Bénie Traoré sein erstes Tor seit November. Das reicht dem FCB am Ende aber nicht zum Sieg.Publiziert heute um 19:33 UhrErzielt den Basler Führungstreffer in der 41. Minute: Bénie Traoré.Foto: Martin Meienberger (Freshfocus)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkMarwin Hitz: 5Muss nach 43 Minuten erstmals eingreifen, als ihn Aleksandar Stankovic mit einem Distanzschuss prüft. Ansonsten bekommt der Basler Schlussmann in der ersten Halbzeit kaum Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Das ändert sich im zweiten Durchgang mit den nun offensiver agierenden Luzernern. Kurz nach der Pause hält er einen Ablenker von Finn van Breemen stark, beim 1:1 ist er machtlos.Kevin Rüegg: 4Erhält erneut den Vorzug gegenüber Joe Mendes auf der rechten Abwehrseite. Fällt in der 5. Minute auf, als er einen Einwurf klar im Spielfeld ausführt, worauf Luzern den Ball erhält. Ansonsten ist es ein genügender Auftritt von Rüegg. Nach 62 Minuten wird er durch Joe Mendes ersetzt.Adrian Barisic: 4,5Trägt unter dem rechten Auge ein Veilchen, das er sich im Training bei einem Kopfballduell mit Marin Soticek zugezogen hat. In der 20. Minute legt er Tyron Owusu im eigenen Strafraum um, der VAR meldet sich. Die Wiederholung zeigt aber: Barisic trifft zuerst den Ball und hat damit den Luzerner Offensivmann fair vom Spielgerät getrennt. Nach 68 Minuten zeigt er an, dass er eben wegen dieses Auges ausgewechselt werden muss. Trainer Fabio Celestini ersetzt ihn nur widerwillig durch Jonas Adjetey, weil er kurz zuvor bereits doppelt gewechselt – und ihm Barisic davor noch mit erhobenem Daumen keinerlei Probleme angedeutet hatte.Finn van Breemen: 4Der Niederländer, der erneut den Vorzug gegenüber Jonas Adjetey erhält, bildet zusammen mit Adrian Barisic die Basler Innenverteidigung, die in Halbzeit eins nur einen Torschuss zulässt. In der zweiten Halbzeit lässt sich Van Breemen jedoch einige Male vom flinken Thibault Klidje düpieren und wirkt nicht mehr ganz so sicher.Dominik Schmid: 4,5Versucht, sich immer wieder ins Basler Offensivspiel einzubinden. Tut dies erstmals nach vier Minuten, als er Kevin Carlos bedient, dieser jedoch den Ball nicht trifft. In der 41. Minute ist Schmid massgeblich am 1:0 des FCB beteiligt, weil er zuvor den Ball im Luzerner Sechzehner zurückgewinnt und so zum Assistgeber für Bénie Traoré wird.Leon Avdullahu: 4Es ist ein weiterer eher unauffälliger Auftritt des 21-Jährigen, der jedoch erneut die meisten seiner Zuspiele an den Mann bringt. Vor dem 1:1 der Luzerner in der 78. Minute agiert er unglücklich, weil er es im Duell mit Pius Dorn nicht schafft, den Ball zu gewinnen.Léo Leroy: 5Der Franzose ist in den ersten 45 Minuten Dreh- und Angelpunkt im Basler Mittelfeld. Er gewinnt viele Zweikämpfe und lanciert Vorstösse. Nach Shaqiris Auswechslung ist er für die Eckbälle zuständig. Im zweiten Durchgang fällt jedoch auch seine Leistung ein wenig ab. Dennoch ist es ein insgesamt guter Auftritt von Leroy.Anton Kade: 3Es ist kein gelungener Tag für Anton Kade: Erst trifft er in der 33. Minute aus zehn Metern nur das Lattenkreuz, vor dem 1:1 in der 78. Minute verpasst er es, den Ball nach einem Luzerner Freistoss zu klären, und ermöglicht so das Zuspiel in den Strafraum. Nach 85 Minuten muss der Deutsche für Metinho weichen.Xherdan Shaqiri: 3,5Der Basler Captain hatte in dieser Woche Muskelschmerzen zu beklagen, was man ihm ansieht: Viel mehr als sein Weitschuss (oder war es als Pass gedacht?) von der Mittellinie, der direkt in die Arme von FCL-Goalie Pascal Loretz fliegt, gibt es von ihm nicht zu sehen. Ihm verspringen auf dem stumpfen Rasen in Luzern viele Bälle, seine Zuspiele in die Tiefe finden oft keinen Abnehmer. Zur Halbzeit kann der 33-Jährige nicht mehr weiterspielen und muss für Gabriel Sigua weichen.Bénie Traoré: 4,5Der Ivorer ist ein Aktivposten und tritt erstmals nach einer Viertelstunde in Aktion, als er zwei Gegenspieler stehen lässt und Kevin Carlos bedient, der den Ball übers Tor schiesst. Danach zeigt er seinem Sturmkollegen, wie man es besser macht: In der 41. Minute trifft er per Schlenzer von der Strafraumgrenze zum 1:0. Es ist sein erster Treffer für den FCB seit dem 4:1-Sieg in Yverdon Anfang November. In der 62. Minute wird er durch Philip Otele ersetzt.Kevin Carlos: 3Der Spanier vergibt in der ersten Halbzeit einige Möglichkeiten. Die beste davon hat er in der 33. Minute, als er sich erst gut um einen Luzerner Verteidiger dreht, danach aus zentraler Position aber genau auf Loretz schiesst. Aus dieser Aktion folgt der Lattenschuss von Anton Kade. Nur eine Minute später darf dann auch er sich aus zehn Metern versuchen – und bekommt den Ball wieder nicht an FCL-Goalie Loretz vorbei.Gabriel Sigua: 3,5Wird nach der Pause eingewechselt und bekommt die grosse Aufgabe, Xherdan Shaqiri zu ersetzen. Das gelingt dem Georgier nur bedingt, weil ihm einige Bälle verspringen und ihm die kreativen Ansätze fehlen, um Torgefahr zu kreieren.Joe Mendes: 4Der Schwede ersetzt in der 62. Minute Kevin Rüegg und ist danach bemüht, steigt in der 76. Minute aber überhastet in einen Zweikampf mit Nicky Beloko und wird dafür verwarnt.Philip Otele: 3,5Kommt in der 62. Minute für Bénie Traoré, kann aber offensiv nicht so viel bewirken, wie er es in seinen letzten Auftritten getan hat.Jonas Adjetey: 4In der 62. Minute ersetzt er Adrian Barisic. Sein Auftritt geht in Ordnung, am Luzerner Ausgleich ist Adjetey nicht mitschuldig.Metinho: –Ersetzt in der 86. Minute Anton Kade und ist damit zu kurz im Einsatz für eine Bewertung.Den Podcast können Sie auf Spotify oder Apple Podcasts abonnieren. Falls Sie eine andere Podcast-App nutzen, suchen Sie einfach nach «Dritte Halbzeit».NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenFehler gefunden?Jetzt melden.1 Kommentar

  • Tempo, Kraft und Spektakel: Wer ist der beste Flügelspieler beim FC Basel?

    Tempo, Kraft und Spektakel – Wer ist der beste Flügelspieler beim FC Basel?Anton Kade, Philip Otele und Bénie Traoré buhlen um die zwei Startelfplätze auf den Flügeln. Entscheiden Sie, wer sie erhalten soll.Publiziert heute um 11:42 UhrBénie Traoré (links) und Philip Otele (rechts) bilden gegen Winterthur die Basler Flügelzange.Foto: Maximilian Gärtner (Imago/Sports Press Photo)Jetzt abonnieren und von der Vorlesefunktion profitieren.BotTalkAnton Kade wird beim 2:0 des FC Basel in Winterthur in der 82. Minute eingewechselt. Das macht, wenn man die Nachspielzeit aussen vor lässt, acht Minuten Einsatzzeit für den Deutschen. Nicht viel. Und tatsächlich weniger als in jedem anderen Spiel dieser Saison. Bisher hat Kade in allen Partien, in denen er nicht gesperrt oder krank war, mindestens 18 Minuten gespielt, in der Mehrheit der Fälle waren es 60 Minuten oder mehr. Anton Kade bekommt in Winterthur zu spüren, dass der Konkurrenzkampf auf den Flügelpositionen des FC Basel härter geworden ist. Denn seit dem Transfer von Philip Otele sind es drei Spieler, die wirklich einen Anspruch auf einen Startelf-Platz auf den offensiven Aussenpositionen erheben können. Anton Kade, Philip Otele und Bénie Traoré. Ein Trio, von dem jeder ein anderes Set von Qualitäten aufs Feld bringt. Anton Kade und der SpeedAnton Kade ist wohl der Schnellste der dreien, oder zumindest weiss er seine Geschwindigkeit so einzusetzen, dass sie als seine grosse Stärke wahrgenommen wird, er immer wieder an Gegnern vorbei sprintet und es so aussehen lässt, als verlange es ihm kaum etwas ab. Zudem erledigt er seine defensiven Aufgaben gewissenhaft. Auf der anderen Seite fragt man sich bei ihm, ob nicht hin und wieder der Ball etwas zu weit weg vom Fuss geführt wird und er vor dem Tor nicht besser eine andere Entscheidung getroffen hätte. Philip Otele ist ebenfalls schnell. Doch was beim Nigerianer noch hinzukommt, ist seine Kraft. Bei einer Körpergrösse von 1,8 Metern und einem Gewicht von 80 Kilogramm laut FCB-Steckbrief ist er kleiner und schwerer als Kade. Gepaart mit seiner Unberechenbarkeit im Eins-gegen-eins ergibt das eine gefährliche Mischung. Allerdings erscheint auch bei Otele die letzte Konsequenz vor dem Tor noch ausbaufähig. Zuletzt ist da noch Bénie Traoré. Der Ivorer hat in der Liga in dieser Spielzeit bereits fünf Assists und acht Tore gesammelt, das jüngste davon am Sonntag in Winterthur. 13 Skorerpunkte sind deutlich mehr als bei seinen beiden Konkurrenten. Traoré überzeugt neben seinem Tempo vor allem durch seine trickreiche Spielweise und die Unbeschwertheit auf dem Platz. Doch auch er liess vor allem zwischen Dezember und Anfang März die Abgeklärtheit vor dem Tor vermissen. Mit Kade, Otele und Traoré stehen FCB-Trainer Fabio Celestini drei Flügelspieler zur Verfügung, die das Potenzial dazu haben, in einer Super-League-Partie der entscheidende Faktor zu sein, doch dieses Potenzial nicht konstant abrufen können.Gerade dieser Umstand dürfte Celestini die Entscheidung, wen er jeweils von Beginn an spielen lässt, noch einmal erschweren. Ein nächstes Mal muss er sie bereits am Donnerstag vor dem Heimspiel des FC Basel gegen GC (20.30 Uhr, BaZ-Liveticker) treffen. Bis dahin können Sie abstimmen, wer Ihrer Meinung nach auf jeden Fall von Beginn an spielen soll.Der FC Basel gewinnt in WinterthurDiesen Podcast können Sie auch auf allen gängigen Podcast-Plattformen kostenlos hören und abonnieren.NewsletterRotblau aktuellErhalten Sie die wichtigsten und interessantesten Geschichten und News rund um den FCB.Weitere NewsletterEinloggenLinus Schauffert ist Redaktor im Ressort Sport bei der Basler Zeitung und berichtet schwerpunktmässig über den FC Basel. Mehr Infos@linusschauffertFehler gefunden?Jetzt melden.0 Kommentare